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Anwaltskanzlei Rodegra
RA Kay P. Rodegra
Schweinfurter Str. 6
D-97080 Würzburg
Telefon: 0049 931 4654218
Telefax: 0049 931 4654219
E-Mail: RA@rodegra-law.de
Internet: www.rodegra-law.de

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Wird der Luftraum wegen einer Aschewolke gesperrt, stellt dieses für die Fluggesellschaft einen außergewöhnlichen Umstand dar, der den Anspruch des Passagier auf eine Ausgleichszahlung nach der EU-Fluggastrechte-Verordnung entfallen lässt. Gleichwohl muss die Airline sog. Betreuungsleistungen (kostenfreie Verpflegung, Hotel u.a.) während der Wartezeit auf eine Ersatzbeförderung erbringen.
EuGH v. 31.1.2013, Az. C-12/11

Stolpert ein Urlauber in einem Hotel in der Türkei über eine zwei Zentimeter starke und seitlich nicht abgeschrägte Schmutzmatte vor einem Hoteleingang, verwirklich sich das allgemeine Lebensrisiko und der Reiseveranstalter haftet nicht für die Verletzungsfolgen.
OLG Bamberg v. 15.1.2013, Az. 5 U 36/12

Kann ein Urlauber aus Deutschland, der eine Kreuzfahrtreise gebucht hat, nicht zum Abfahrtshafen in den USA fliegen, weil wegen einer Aschewolke ein Flugverbot über Europa besteht, kann er den Reisevertrag wegen höherer Gewalt kündigen. Das gilt auch, wenn er die Flüge separat gebucht hat.
BGH v. 18.12.2012, X ZR 2/12

Darf an einem Hotelstrand wegen drohender Hauangriffe nicht gebaden werden, ist kein zur Preisminderung rechtfertigender Reisemangel gegeben.
AG München v. 14.12.2012, Az. 242 C 16069/12

Kommt es zu einer massiven Verspätung des gebuchten Fluges und bucht der Passagier selbst einen Ersatzflug und kommt dadurch mit weniger als 3 Stunden Verspätung am Ziel an, besteht kein Anspruch auf eine Ausgleichszahlung nach der EU-Fluggastrechteverordnung.
LG Frankfurt v. 29.11.2012, Az. 2-24 S 141/12

Wird bei einem Urlauber eine Hirntumor-OP durchgeführt und gilt er nach einer anschließenden therapeutischen Behandlung als geheilt, ist ein erneutes Auftreten eines Tumors als unerwartete schwere Erkrankung zu werten, so dass eine Reiserücktrittskostenversicherung die Stornokosten einer wegen der erneuten Erkrankung abgesagten Urlaubsreise übernehmen muss.
AG Hamburg-St. Georg v. 29.11.2012, Az. 914 C 40/12

Ein Reiseveranstalter muss bei Reisen, die in Deutschland gebucht werden, nur deutsche Staatsangehörige über die Einreisebestimmungen des Urlaubslandes informieren.
LG Duisburg v. 31.8.2012, Az. 7 S 33/12

Wird ein Passagier von der Fluggesellschaft nicht über seine Rechte bei einer Flugverspätung aufgeklärt, muss sie die Kosten eine Rechtsanwaltes übernehmen, den der Passagier beauftragt.
AG Hannover v. 31.7.2012, Az. 517 C 13641/11

Muss ein Urlauber während seines Urlaubes das Hotel wechseln, weil das gebuchte Hotel schließt, muss der Reiseveranstalter für den Umzugstag 100% des anteiligen Tagesreisepreises erstatten. Ist das Ersatzhotel nicht so ausgestattet wie das gebuchte Hotel, steht dem Urlauber eine weitergehende Preisminderung zu.
AG Hannover v. 16.11.2012, Az. 537 C 10357/12

Eine negative Hotelbewertung im Internet rechtfertigt es nicht, eine Reise wegen Reisemängel zu kündigen.
AG Bremen v. 30.6.2011, Az. 10 C 121/11